Das ist Spargel!!!

Spargel gilt nicht nur als äußerst wohlschmeckend und vielfältig, sondern ist dazu auch noch sehr gesund. Er ist entwässernd und äußerst kalorienarm (180 Kalorien pro Kilogramm!).
Am besten schmeckt er natürlich frisch vom Markt. Muss er doch einmal ein paar Tage überstehen empfehle ich ihn in ein feuchtes Küchenhandtuch oder Küchenkrepp einzuwickeln, so bleibt er schön knackig. Das ist auch die beste Aufbewahrungsvariante, wenn man z.B. bereits morgens schälen will um aus den Schalen eine Suppe anzusetzen und den geschälten Spargel erst am Abend verarbeiten will. 
Frischen Spargel erkennt man vor allem daran, dass die Köpfe oben noch geschlossen sind und die Enden sich fest anfühlen. Wer die Stangen beim Verkaufsstand selbst per Hand ausliest kann auch zwei Stangen aneinander reiben. Quietschen diese, ist dies ein weiteres Zeichen von Erntefrische.
In unserer Küche gibt es die unterschiedlichsten Varianten Spargel unterzubringen. Dazu zählt vor allem eine leckere Suppe, Spargel natur als Beilage, Spargel-Schinken-Röllchen (ein Hoch auf die 70er!) und gebratener grüner Spargel (den ich eigentlich eh fast noch lieber mag als den weißen).
Weißer Spargel muss relativ gut geschält werden. Hierzu empfiehlt sich ein ordenlticher Sparschäler, der nicht superdünn schält, denn sonst wird man die holzige Schale nie
 los. Der oberste Bereich am Kopf muss nur ganz leicht geschält werden, der unterste Teil der Stange muss dafür ganz ab. Hier gibt es quasi so eine Art Sollbruchstelle. Man greift den Spargel im unteren Drittel mit beiden Händen und biegt ihn langsam. Die Stelle an der er von sich aus bricht markiert das Ende des holzigen Teils.
Grüner Spargel muss in der Regel gar nicht oder kaum geschält werden.

Spargelwahn

Es gibt viele Möglichkeiten das Lieblingsgemüse der Deutschen (sagten 13,1% der Deutschen in einer Umfrage 2007) zu verarbeiten.
Als Spargelquiche, gebratenem Spargel, asiatisch angehaucht mit Teriyakisoße, Spargelpesto, überbacken oder als lauwarmer Salat. Grenzen gibt es hier kaum. Erlaubt ist, was schmeckt.
Ich habe neulich ein Rezept für "Spargel-Cordon Bleu" gelesen, welches sich noch auf meiner Muss-ich-unbedingt-ausprobieren-List befindet. Hierzu wird leicht vorgegarter Spargel mit einer Scheibe Käse, dann einer Scheibe Schinken umwickelt und ganz normal in Ei und Paniermehl paniert, um anschließend in Butterschmalz ausgebacken zu werden. Klingt irgendwie sehr schräg aber nicht unlecker. Falls ich dieses Experiment wage, wird es hier natürlich dazu einen Bericht geben.
Sehr modern ist in den letzten Jahren auch die Kombination von Spargel mit Erdbeeren geworden. Was haltet ihr davon, dieses klassische Dessertobst mit einem so eigenwilligen Aroma wie dem des Spargels zu kombinieren?!

Zuletzt bleibt noch der ewige Hype um den Deutschen Spargel zu klären. Deutscher Spargel schmeckt eigenltich genauso wie griechischer oder spanischer Spargel - nach Spargel. Das ist aber auch ein  bisschen so als würde man sagen, englisches Bier schmeckt halt wie deutsches Bier nach Bier - besteht ja auch irgendwo nur aus Hopfen und Malz. Der Unterschied liegt tatsächlich beim Spargel nicht so sehr im Geschmack als in der Qualität. Der in Deutschland gezogene Spargel wächst auf freier Fläche, in dafür geeignetem Boden und wird per Hand ordentlich gestochen. Er landet direkt am Stechtag im Verkauf und bietet daher vor allem  absolute Frische. Das Gemüse, was einen Transportweg von mehreren Hundert Kilometern zurückgelegt hat, kann damit nicht mehr dienen. Dieser Spargel wird schonmal schnell holzig, oder bricht beim Schälen auseinander. Oft hat man am Ende mehr Abschnitt und Schale als schieren Spargel über. Dafür zahlt man für's Pfund eben auch nur 2,99€. Meiner Meinung nach kann man das mal durchaus machen, wenn es um eine Suppeneinlage oder ähnliches geht.

Ich wurde vor einigen Wochen im Aldi an der Kasse von eienm älteren Herren hinter mir angesprochen. Ich hatte einen Bund frischen weißen Spargel aus Peru mitgenommen (als Suppeneinlage für eine leckere Lübecker Hochzeitssuppe) und wurde irritiert bestaunt, dass es zu seiner Zeit sowas noch nicht gab, Spargel Ende März. In seinem Einkauf lagen Paprika und Kiwis. Dass die Ende März in Deutschland Saison haben wage ich schwer zu bezweifeln.
Diese Pseudo-Gutmensch-Mentalität á la Spargel kauf ich nur aus Deutschland, aber nicht einmal gucken, dass selbst im Hochsommer das Discountergemüse importiert ist... argh. Irgendwann haben wir unser riesiges Stück Land in Süd-Ost-Asien und leben von der Subsistenzwirtschaft, dann brauchen wir uns auch nicht mehr im Supermarkt über andere ärgern.

Spenden für die Ermöglichung dieses Wunsches werden nicht als Beleidigung betrachtet und sind gerne gesehen ;>
Spargeltopf, Spargelzange, AnderesvölligunsinnigesKüchenutensil?
Spargel kochen ist keine große Kochkunst, kein Mysterium, und vor allem braucht man dafür weder einen speziellen Topf, der für nichts anderes taugt, noch eine seltsam speziell geformte Zange von WMF für 40 Euro.
Wir brauchen:
- Spargel, geschält; weiß oder/und grün
- Butter
- Zitrone
- Salz
- Evtl. etwas Spargelfond (der ergibt sich dann z.B. aus dem oben beschriebenen Schalenüberbrühen, ansonsten geht auch etwas Wasser)
- ein bisschen Zucker
und ganz wichtig:
KARTOFFELN!
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